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"Kauri, Gold und Cybercoins - Formen des Geldes" - Ausstellung in der OeNB von 17.2.2015-29.1.2016

Das Geldmuseum im Parterre der Österreichischen Nationalbank in Wien, Otto Wagner-Platz 3, zeigt noch bis 29. Jänner 2016 die Sonderausstellung "Kauri, Gold und Cybercoins".

Für die neue Sonderausstellung "Kauri, Gold und Cybercoins" trugen Mitarbeiter der Österreichischen Nationalbank Exponate aus aller Welt zusammen, um damit die Geschichte des Geldes anschaulich zu dokumentieren. So vielfältig wie die menschlichen Kulturen und Lebensweisen, so unterschiedlich seien auch die daraus hervor gegangenen Geldformen, die von der Kauri-Schnecke bis zu Bitcoin reichen.

Zur Eröffnung der Ausstellung am 16. Februar 2015 begrüßte Univ.Prof. Dr. Ewald Nowotny, Gouverneur der OeNB u.a. den Ökonomen Univ.Prof. MMag. Dr. Gottfried Haber, Vizedekan der Donau-Universität Krems, der in seiner Ansprache einige Meilensteine der Geldgeschichte zitierte und feststellte, dass unbare Transaktionen enorm zunehmen.

Die Ausstellungseröffnung nahm Dr. Claus J. Raidl, Präsident der OeNB vor und lobte die Ausstellungsmacher - "die Ausstellung ist unglaublich liebevoll zusammengetragen und präsentiert" - und den informativen Katalog zur Ausstellung. Raidl nahm aber auch zur Weiterentwicklung des Geldes Stellung. "Brauchen wir in Zukunft überhaupt noch Bargeld? In Schweden wird ernsthaft über dessen Abschaffung diskutiert. Ich halte das für nicht realistisch", so Raidl und zitierte statistische Daten aus Österreich: 9 von 10 Österreichern ab 15 Jahren haben mindestens eine Kredit- und/oder Bankomatkarte, wobei der bargeldlose Zahlungsverkehr vor allem bei der jüngeren Generation stark zunehme. Dass in Österreich das Bargeld trotzdem nicht "vom Aussterben bedroht ist", zeige das Geld-Verhalten der Bevölkerung. Die durchschnittliche Summe von Bankomat-Behebungen liege bei 170 Euro, der Bargeldbestand in der Geldbörse bei jedem Menschen bei 70 Euro - diese Zahlen seien seit Jahren konstant, der Bargeldbestand habe nicht abgenommen. "Ich glaube nicht, dass Bargeld ganz verschwindet, trotz revolutionärer Neuerungen", so Raidl, was an den Vorteilen dieses Zahlungsmittels liege: "Bargeld ist sehr sicher, anonym, schnell und unkompliziert zu verwenden." Die Ausstellung sehe er nicht als Ende des Bargeldes, das Geld würde sich auch in Zukunft weiterentwickeln.

Die Sonderausstellung beginnt bei prämonetären Zahlungsmitteln wie Steingeld oder Kauri Muscheln. Waren- und Naturalgeld wurde von Münzen abgelöst, dem Papier- und Buchgeld folgte. Die rasante Entwicklung der Informations- und Telekommunikationstechnologie wirkte sich in den letzten Jahren massiv auf den Geldverkehr aus. Neben Kreditkarten und E-Banking gewinnen laufend neue Verfahren wie das Zahlen per Mobiltelefon oder Kryptowährungen wie Bitcoin an Bedeutung, wobei die Nationalbank bei diesen Zahlungsformen auf das damit verbundene Risiko hinweist.

Unter den gezeigten Geldformen in der Sonderausstellung sind auch die Wörgler Arbeitswertscheine, denen damit ein Platz in der Geldgeschichte Österreichs eingeräumt wurde.

 

Auf der Zeittafel zu Beginn der Ausstellung stellt das Wörgler Freigeld 1932 einen Meilenstein in der Geldgeschichte dar. Der gezeigte Schein wurde von einem OeNB-Mitarbeiter bei einer Auktion in Salzburg erworben.

Weitere Infos zur Sonderausstellung gibt´s online bei der Österreichischen Nationalbank, hier der Link:
http://www.oenb.at/Ueber-Uns/Geldmuseum/Ausstellungen/Sonderausstellung.html

Ausstellungsfolder zum Download:
http://www.oenb.at/dms/oenbEN/About-Us/Downloads/Money-Museum/Exhibitions /Folder_CowriesGoldAndDigitalCash_EN.pdf

English information:
http://www.oenb.at/en/About-Us/Money-Museum/Exhibitions/Special-Exhibition.html

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