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Im Waldviertel in Niederösterreich startet sozial ökologische Wirtschaftspartnerschaft auf regionaler Ebene

Wörgl war eine der Stationen, die am 5. April 2006 eine Delegation aus dem Waldviertel im Rahmen einer dreitägigen Exkursion ansteuerte, um sich über komplementäre Verrechnungssysteme zu informieren. Nach dem "Chiemgauer" und "Sterntaler", dem Vorarlberger Talente-Tauschkreis und der Schweizer WIR-Bank in Basel interessierten Mag. Thomas Wagnsonner und Mag. FH Rudolf Grandits von der Arbeiterkammer Niederösterreich sowie Mag. Gina Brandenburg vom Waldviertler Regional einerseits das historische Wörgler Freigeld, andererseits die heute umlaufende Jugend-Komplementärwährung I-MOTION, die im Rahmen eines LA21-Projektes seit Oktober 2005 im Einsatz ist, sowie die Aktivitäten des Unterguggenberger Institutes.

Die Waldviertler überzeugten mit ihrer Projektidee einer sozial ökologischen Wirtschaftspartnerschaft auf regionaler Ebene das AMS Niederösterreich, das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit und die Arbeiterkammer Niederösterreich, gemeinsam mit den drei Gemeinden Gmünd, Schrems und Horn sowie dem Regionalmanagement Waldviertel, ein Projektbudget von 800.000 Euro für einen Zeitraum von zweieinhalb Jahren zur Verfügung zu stellen. Ziel des Projektes ist die nachhaltige Einführung von ergänzenden Verrechnungssystemen. Um ein maßgeschneidertes Modell zu entwickeln, informieren sich die Waldviertler, die seit Mai 2005 Erfahrungen mit der Regionalwährung Waldviertler sammeln, gründlich über weitere bestehende Systeme wie Barterclubs,  Tauschkreise und zinslose Kreditsysteme. Bis zum Sommer werden noch drei Experten-Workshops zur Projektentwicklung durchgeführt.

Im Wörgler Heimatmuseum: Rudolf Grandits, Gina Brandenburg, Thomas Wagnsonner, I-MOTION-Projektleiterin Mag. Johanna Tauss und Nevio Da´Jerof vom Unterguggenberger Institut (v.l.n.r.).

Foto: Veronika Spielbichler

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