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42. Mündener Gespräche am 19. und 20. April 2008 bei Kassel

„Regio ergänzt Euro“ – so lautet das Motto von Regionalgeld-
Initiativen, die seit der Einführung der europäischen
Einheitswährung in mehreren Ländern entstanden sind.
In Deutschland gibt es mittlerweile 29 Initiativen, die regionale
Komplementärwährungen emittieren, und weitere
70 Initiativen, die deren Ausgabe vorbereiten. Viele von
ihnen haben sich im Frühjahr 2006 zum „Regiogeld Verband
e.V.“ zusammengeschlossen.

Anders als die sog. Freigeldexperimente aus der Zeit vor
dem Zweiten Weltkrieg verstehen sich die heutigen Regionalgeld-
Initiativen nicht nur als Modellversuche zur praktischen
Erprobung eines gerechteren Geldes. Sie wollen
auch einen zivilgesellschaftlichen Beitrag zur Stärkung regionaler,
nachhaltiger Wirtschaftskreisläufe leisten, um Transportwege
abzukürzen und den damit verbundenen Energieverbrauch
reduzieren und um ein Europa der Regionen zu
verwirklichen.

Als regionale Agenda-Projekte setzen sie neue
Akzente im Rahmen einer sich globalisierenden Wirtschaft.
Durch die Regionalgeld-Initiativen sind während der letzten
Jahre interessante Lernfelder entstanden.

Eine erste Zwischenbilanz wurde im Herbst 2006 beim internationalen
Kongress „Monetary Regionalisation“ an der Bauhaus
Universität in Weimar gezogen (www.monetary-regionalisation.
com). Eineinhalb Jahre später soll die Diskussion
über Möglichkeiten und Grenzen der regionalen Komplementärwährungen
im Rahmen der „Mündener Gespräche“
fortgesetzt werden.

Wissenschaftliche Einwände gegen sie
sollen ebenso geprüft werden wie die Frage, welchen Beitrag
regionale Komplementärwährungen zur Regionalentwicklung
leisten können und ob sich ihre Wirkungsfelder
im Sinne einer Mitwirkung von Kommunen erweitern lassen.

Das ausführliche Tagungsprogramm der Mündener Gespräche 2008 sehen Sie auf der Website

www.muendener-gespraeche.de

 

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