Kommentare (0)

Workshops zu Regionalisierung und Bildung am 19./20. Januar 2008

 

Attac-München
 
ladt ein zur
 
Winterschule

Workshops zu Regionalisierung und zu Bildung

Samstag,19.1. und Sonntag,20.1. 2008

Eine Welt Haus
Schwanthalerstr. 80
U4/5 Theresienwiese
 
 
Samstag, 19.1.
 

10:00 Ankommen, Vorstellung der ReferentInnen

        
11:00-13:00
ABC der Globalisierung ( Raul Claro)

Die wirtschaftliche und politische Logik dieser neoliberalen, konzerngesteuerten Globalisierung erfassen wir an den Kernbereichen der Arbeit und der Finanzen. Ziel: ihre mittel- und langfristigen Auswirkungen abschätzen - und so die Bedeutung des entscheidenden Wendepunkts klar zu sehen, in dem wir uns alle befinden. Aufgrund dieser Analyse kann man sowohl die Globalisierung, wie auch den Sinn einer neuen Regionalisierung besser verstehen.

 

Lokal produzieren, lokal konsumieren, ein Beispiel aus Afrika  (Christiane Hansen)

In den 80er Jahren sind fast alle Länder südlich der Sahara unter das Diktat des IWF geraten. Einzig Burkina Faso hat kein Strukturanpassungsprogramm gebraucht.

Wie konnte das sein? ist doch dieses afrikanische Land eines der ärmsten südlich der Sahara.

Von 1983 bis 1987 wurde ein Programm umgesetzt, das alle Kräfte des Landes mobilisierte und ein wirtschaftlicher Erfolg wurde

 

Ansätze der Sozialen Ökonomie als Keime der Entwicklung des Gemeinwesens  (Isidor Wallimann, Susanne Elsen) 

Die Referenten arbeiten seit vielen Jahren im lokalen und internationalen Kontext an der praktischen und theoretischen (Re-) Konstruktion von Ansätzen der Sozialen Ökonomie als wichtige Beiträge zur ökosozialen Transformation der Gesellschaft. 

Sie stellen im Rahmen des Workshops sowohl eigene Projekte, Netzwerke und wissenschaftliche Arbeiten als auch vergleichbare Bewegungen und relevante Diskurse zum Thema Solidarökonomie/Soziale Ökonomie in der Weltgesellschaft vor.

 
Mittagessen 13:00-14:30
 
14:30-16:30
Protektion statt Protektionismus. (Gerd Zeitler)

»Protektionismus« ist der zentrale Kampfbegriff der neoliberalen Indoktrination. Als protektionistisch werden Bestrebungen verunglimpft, Gesellschaft und Umwelt vor dem Verdrängungswettbewerb auf »liberalisierten« Märkten zu schützen. Daher gilt es, zunächst nützliche außenwirtschaftliche Protektion von unsinnigem Protektionismus abzugrenzen, um darauf aufbauend einen postneoliberalen Außenhandel zu skizzieren, der es beteiligten Regionen erlaubt, ihre Wohlfahrt im Austausch miteinander nachhaltig zu steigern.

 

 

Visionen für eine andere Zukunft – Ernest Callenbachs Entwurf von "Ökotopia"- (S. Erhardt)

Durch den permanenten Raubbau des Menschen hat das Klima begonnen sich zu verändern. So zu verändern, dass Agenden, Einzelinteressen und Wirtschaftswachstum bald keine Rolle mehr spielen werden. WO sind die Alternativen?  Der kalifornische Autor Ernest Callenbach hat 1975 einen Roman veröffentlicht mit dem programmatischen Titel ECOTOPIA – und um seinen immer noch hochaktuellen Entwurf eines Staates unter ökologischen Vorzeichen geht es in diesem Workshop.

 

„Mein Herz kennt die Wahrheit: Ich bin hier, um glücklich zu sein.“ (Gunhild Bohm)

Ein Indianerwort aus einer menschenfreundlichen Kultur. Wir können von unserer eingeborenen Sehnsucht, von neuen Wissenschaften, von wenig bekannten Völkern, unserem schmalen freiheitlichen Erbe und neuen, alternativen Gemeinschaften lernen, im überschaubaren Raum eine frohe, befriedigende Lebensweise zu entwickeln. Menschen sind angelegt auf gelingende Zuwendung, Zusammenarbeit und Solidarität.

 
Kaffee/Tee 16:30-17:00
 
17:00-19:00
Regionale Strategien in der Globalisierung ( Christian Felber)

Regionen, die Lebensmittelpunkte von Menschen, zählen zu den VerliererInnen globalisierter Güter- und Finanzmärkte. Regionale Akteure haben drei Möglichkeiten, auf ihren Gestaltungsverlust zu reagieren:

a)      Sie passen sich den politischen Vorgaben auf übergeordneter Ebene an und versuchen wettbewerbsfähig zu werden

b)      Sie verbünden sich für andere EU- und WTO-Politik, die Nähe fördert

c)      Sie setzen lokale Projekte um, bis b) Erfolg zeitigt

Regionalwährung – Wundermittel oder Nostalgie? (Nevio Dajerrof)

Regionale Währungen sind in aller Munde und sollen in einer Vielzahl von Problemfeldern "Gutes" tun. Das Thema  wird nicht immer wertefrei und objektiv genug behandelt.

Die Kurzdarstellung der wichtigsten Aspekte und der anschließende freie Diskussionsrahmen bietet die Möglichkeit folgende Bereiche zu vertiefen:  +Welche Eigenschaften kann / soll eine ergänzende Währung haben? +Welche Fallbeispiele gibt es aus der Historie und der aktuellen Praxis? +Welche Auswirkungen sind als Haupt- und Nebeneffekte bei dem Einsatz von Regionalwährungen zu erwarten? + Macht ein Regionalwährungsprojekt Sinn? Wenn ja für wen?

 

 Lernen in Netzwerk-Strukturen am Beispiel der Familienschule Pulow (S. Schaefer)

Bestandsaufnahme der deutschen Bildungssituation  

+Schule ist demokratiewidrig (Prof. Dr. Edelstein, Max-Planck-Instituts)

+Nachhaltiges Lernen ist nur angstfrei möglich!!! (Erkenntnisse der Hirnforschung) 

+Kurzer (bildungs-)geschichtlicher Rückblick 

+Der Wechsel von der Didaktik zur Mathetik +Vorstellung der Familienschule Pulow 

+Wir brauchen die gesetzliche Garantie für Bildungsfreiheit  

 
Abendbrot 19:00-20:00
 
20:00-22:00

Podium Regionalisierung. (Moderation Renate Börger)
Inwiefern und mit welchen wirtschaftspolitischen Mitteln bringt Regionalisierung humanen und ökologischen Gewinn?
Ist sie nicht ein Zurück zu Provinz und Heimattümelei?
Und zeichnet sie nicht ein idealisisertes Bild von "Überschaubarbeit" und "Menschlichkeit"?
Und wie könnten wir unsere hoch arbeitsteilige Produktion überhaupt ent-zentralisieren?

 
 
Sonntag, 20.1.
 
10:00-11:00
Malen nach Musik (Vera Dillmann)

Mit Pinsel, Wasserfarben oder Kreiden tauchen Sie eine Stunde lang ein in Klängen von Musik und bringen diese zu Papier.’ 

 
11:00-13:00

Entsolidarisierung geschafft? Zur gesellschaftlichen Akzeptanz destruktiver politischer Maßnahmen.  (Barbara Ellwanger) 

Workshop für Hartz IV-Widerstandsbereite und solche, die es werden wollen. Die neuen Gesetze zur Erwerbslosigkeit sind geeignet seine Opfer weitgehend von der gesellschaftlichen Teilhabe auszu- schliessen. Entsprechende Antworten, ja, Einfühlungsbereitschaft in der Öffentlichkeit kommt nicht zustande. Wie ist dies zu verstehen? Wie wären die Bedingungen für eine kraftvolle Gegenwehr?                                                                                                                                                                   

Nachhaltigkeit und dezentrale Stromversorgung  (Monika Seidel)

Wir wollen aktiv zur Vermeidung der Klimakatastrophe beitragen, wir wollen die ökologischen Systeme nicht weiter belasten, wir wollen dass global die ungerechte Verteilung von Ressourcen beendet wird.

Dezentrale Stromversorgung mit nachhaltigen Energieträgern wäre eine Antwort in die richtige Richtung. Ich möchte Ihnen Informationen liefern, die Sie in Ihrem täglichen Leben und im politischen Handeln unterstützen. Ihre Beiträge sind herzlich willkommen.

 

Kampagnenarbeit  (Jutta Sundermann)
Mit Kampagnen vor Ort erfolgreich Proteste organisieren. Wie lässt sich das anpacken, was ist wichtig für Planung, Durchführung und Erfolg? Wie erreichen und interessieren wir die "normalen" Münchner Bürger z.B.bei der Kampagne gegen den Europa Reformvertrag? Ein Einstieg für Alle, die mit Strategie und Phantasie wirksame politische Arbeit machen wollen.

                                                     Mittagessen 13:00-14:00

14:00-16:00

Regional leben in einer globalen Welt: Wissen wo es herkommt – Verantwortung übernehmen

( Michael Rittershofer)

Die Konsum- und Essgewohnheiten der Menschen haben einen erheblichen Einfluss auf unsere Gesellschaft. Der Workshop befasst sich mit der Bedeutung und den Vorzügen regionaler Wirtschaftskreisläufe, z.B. soziale Netzwerke, Vertrauen durch Nähe, energie- und klimaeffizienter Handel sowie faire Preise für Bauern und Verarbeiter. Der Workshop bietet zum einen inhaltlichen Input zum Thema wie ein gemeinsames Erarbeiten von Handlungsstrategien.

 
Jugend gestaltet Zukunft ( Robert Roseeu)

Wie gewinnt man Jugendliche zwischen 16 und 26 für eine nachhaltige Entwicklung? Die wesentlichen Komponenten einer Bildung für nachhaltige Entwicklung: +Gestaltungskompetenz

  und Globales Lernen mit seiner Palette an Ansatzmöglichkeiten + Vom Wissen zum Handeln bei Lehrern und bei Jugendlichen, wo klemmt es? + Die Bedeutung der Imagination für den Problem-

lösungsansatz + Die Bedeutung von Peer group-Education für den Aktivierungsansatz

 

Auf dem Weg zum Dreamteam (Jutta Sundermann)
Erfolgreiche politische Arbeit steht und fällt mit den Leuten, die sie machen. Und damit, wie es einer Gruppe gelingt, wirklich gut zusammen zuarbeiten und "das beste aus allen rauszuholen". Wie machen wir einander Mut, wie lassen sich Leute zum aktiven und verantwortungsvollen Mittun ermuntern?

 
16:00-17:30
Abschlußrunde 
 
Kontakt und Anmeldung: schule@attac-m.org, oder Tel. 089/322 66 64 – Sue Dürr

Das ausführliche Programm steht im Internet unter

 Zur Deckung unserer Unkosten freuen wir uns über eine freiwillige Spende (Richtsatz je nach Möglichkeit 5-20 Euro)

 

 

Nicht angemeldet.