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Bioniere Österreichs schaffen Neues Geld mit "Schilling-Scheck-System"
09.09.09: Wirtschaftskrise bringt Schilling Comeback!

„Es fehlt an Geld? Nun gut, so schafft es denn!“ Faust II, Johann W. Goethe 

Ganz im Sinne dieser faustischen Selbstermächtigung haben die BIONIERE Österreichs den „Freien Wiener Zeitschilling“ erschaffen und ihn am 09.09.09 vor dem Wiener Rathaus einer staunenden Öffentlichkeit vorgestellt. Neutrale Scheine und solche zu 5, 10, 20 und 50 Schilling.

„Der freie Wiener Zeitschilling (Z) ist kein neues gesetzliches Zahlungsmittel, sondern basiert rein auf dem Vertrauen seiner Nutzer zueinander.“ grenzt BIONIERE-Sprecher Karl W. Nowak die Verwendbarkeit des „Neuen Geldes“ ein. „Deshalb werden die Schillingscheine auch nicht fertig gedruckt, sondern ähnlich wie ein Wechsel ausgestellt und dann mit Name, Datum und Unterschrift auf der Rückseite von Inhaber zu Inhaber übergeben.“ Der Zeitschilling entspricht dem Wert von 1/10 Stunde (6 min.) leichter, nicht gewerblicher Nachbar­schafts­hilfe oder 1 € (per 09.09.09) und basiert auf dem weltweit gültigen Wechselgesetz. Vorbild für den freien Wiener Zeitschilling ist das japanische Wat-System, die erfolgreichste Zeitwährung der Welt.   

„Lernen’s Geschichte!“ war einer der gängigen Sprüche von Bruno Kreisky. Auch unsere Politiker sollten ihn beherzigen, denn es war schon einmal besser als heute – viel besser: Handwerker waren so gut bezahlt, dass sie pro Woche nur 4 Tage arbeiteten („Blauer Montag“). Bürger und Bauern trugen prachtvolle Kleider und aßen in den Gasthäusern aus silbernen Tellern. Nach einer Studie der Harvard Universität zählt die zinsgeldfreie Gotik (1150 – 1450) mit ihrer bunten Vielfalt an regionalen Zweit- und Drittwährungen zu den "glücklichsten Zeiten der Menschheit“.

Doch auch die Gegenwart bietet uns eine Reihe erfolgreicher Vorbilder: Regionalwährungen wie den Chiemgauer, Barter-Ringe wie die WIR-Bank und Zeitgeldsysteme wie die Ithaca Hours, das weltgrößte Zeitspar- und Pflegemodell Fureai Kippu und die in ganz Japan verbreiteten Wat-Systeme.

Euro und Dollar gehen primär dorthin, wo der höchste Profit winkt: zu den Spekulanten, den Chemie- und Rüstungskonzernen. „Neues Geld“ hingegen bleibt in der Region und fördert dort solidarische Gesell­schafts­strukturen und umweltfreundliche Wirtschafts­kreisläufe mit neuen, sicheren Arbeitsplätzen. Der „Wiener Zeitschilling“ ist ein weiterer Schritt auf diesem neuen Weg.

  „Im Wiener Rathauskeller kann noch nicht mit Schilling bezahlt werden.“ bedauert Nowak. „Das wird erst sein, nachdem weiter oben im Rathaus die überragende Bedeutung des Wiener Zeitschillings erkannt wird. Denn mit einer eigenen legalen Regionalwährung wäre Wien mit einem Schlag eine Reihe von anders kaum noch lösbaren Problemen los!“

Mehr bei www.zeitschilling.com und bei Karl W. Nowak
BIONIERE Österreich, Tel. (02236) 41908 oder (0699) 1303 3030

 

Text: Bioniere Österreich

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