Neue Arbeit, neue Kultur

Neue Arbeit, Neue Kultur
Illustrator: Arbor
Published: 2017
Das Buch hat meine Erwartungen nicht enttäuscht. Es werden anschaulich die Wege beschrieben, die der Autor zurückgelegt hat, um zu diesem Buch zu kommen. Das Buch gibt einen Anstoss ganz neu über die Arbeitswelt zu denken. Stichworte darin sind die Armut der Begierde und die Befreiung aus degenerierender Lohnarbeit. Es macht in erster Linie Mut, aber gibt keine Kochrezepte für individuelle Lebensgestaltung. Bei der derzeitigen Wirtschaftslage und den Ausblicken in die Zukunft, die mir die…

Wie kann die Arbeit der Zukunft aussehen?

Nach jahrzehntelanger Praxis legt Frithjof Bergmann nun endlich das Grundlagenwerk zu neuen Perspektiven der Arbeitsgesellschaft vor.

Wir leiden nicht nur an schwindenden Arbeitsplätzen, sondern vor allem an der „Armut der Begierde“. Gemeint ist die Unfähigkeit, Wünsche zu äußern und eigene Projekte zu realisieren. Nicht zuletzt deshalb klammern wir uns an Jobs, die nicht nur unseren Lebensunterhalt, sondern auch unseren Platz in der Gesellschaft sichern – selbst dann, wenn sie unbefriedigend sind. Und wir verzweifeln übermäßig, wenn wir sie verlieren.
Um Abhilfe zu schaffen, müssen wir uns mehr auf das besinnen, was wir „wirklich, wirklich wollen“ und zu vielfältigen und kreativen Strategien der Umsetzung finden. Wie das gelingen kann, beschreibt Frithjof Bergmann erstmals in dem hier vorgelegten Buch.

Der Autor

Frithjof Bergmann, in Sachsen geboren, wächst in Österreich auf. Als 19jähriger wandert er nach Amerika aus. Auf abenteuerlichen Umwegen gelangt er schließlich zur Philosophie. Als Philosophieprofessor lehrt er in Princeton, Stanford, Chicago, Berkeley und Ann Arbor. 1984 erwächst aus seiner Kooperation mit General Motors das erste „Zentrum für Neue Arbeit“ in der Automobilstadt Flint (Michigan).

Seit den 80er Jahren berät Frithjof Bergmann neben Unternehmen, Gewerkschaften, Regierungen und Kommunen auch Jugendliche und Obdachlose zur Zukunft der Arbeit und zum (durchaus auch kulturellen) Innovationspotential neuer Technologien – in den USA, in Europa und in diversen Ländern der „Dritten Welt“.