Die Neuerfindung der Diktatur

Die Neuerfindung der Diktatur
Illustrator: Piper
Published: 2018
Wie China den digitalen Überwachungsstaat aufbaut und uns damit herausfordert

China ist Boomland, längst einer der Motoren der Weltwirtschaft. Innenpolitisch blieb das Land dabei immer autoritär, außenpolitisch zurückhaltend. Doch unter Xi Jinping, dem mächtigsten Staats- und Parteichef seit Mao, erfindet sich der autoritäre Staat neu, in offener Konkurrenz zum Westen. China marschiert nun selbstbewusst in die Welt, gleichzeitig gewährt sich sein System ein Update mit den Instrumenten des 21. Jahrhunderts: Peking setzt auf Big Data und künstliche Intelligenz wie keine zweite Regierung. Die Partei glaubt, den perfektesten Überwachungsstaat schaffen zu können, den die Erde je gesehen hat. Das Ziel ist die Kontrolle der KP über alle und alles. Kai Strittmatter beschreibt die Mechanismen der Diktatur, er zeigt, wie Xi Jinping China umbaut und was diese Entwicklung für uns bedeutet.

Der Autor Kai Strittmatter studierte von 1984 bis 1992 Sinologie an der Universität München mit Studienaufenthalten in Xi’an (Volksrepublik China) und Taipeh (Taiwan). Er besuchte anschließend die Deutsche Journalistenschule in München. Für die Süddeutsche Zeitung war er ab 1997 acht Jahre lang Korrespondent in Peking. Von 2005 bis 2012 berichtete er für die SZ von Istanbul aus über die Türkei und Griechenland, seit 2012 ist er wieder deren Korrespondent in Peking.[1] Artikel von Strittmatter wurden auch für Presseurop.eu und eurotopics ausgewählt. Strittmatter ist Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland.

2014 erhielt Strittmatter den Theodor-Wolff-Preis in der Kategorie „Reportage/Essay/Analyse“ für seine Auslandsreportage „Wolfskind“. Darin erinnert er an die beklemmende Zeit der Kulturrevolution in China, in der Kinder ihre Eltern als nicht parteitreu denunzierten und damit in den Tod schickten.[2]

(Wikkipedia)