Die Donut-Ökonomie: Endlich ein Wirtschaftsmodell, das den Planeten nicht zerstört

Die Donut-Ökonomie
Die britische Ökonomin Kate Raworth stellt mit einem überraschenden Donut-Diagramm die Wirtschaftswissenschaft auf den Kopf.  

Es ist an der Zeit, ein neues Kapitel der Ökonomie aufzuschlagen, denn der Planet steht kurz vor dem Kollaps. Kate Raworth tut dies und weist mit dem Donut-Modell einen revolutionären Weg aus der Krise, der Kapitalismus, Ökologie und soziale Grundrechte auf brillante Weise vereint. Seit seiner Erfindung macht der Donut Furore. Die Form des Donut steht für den sicheren Ort der Menschheit. Nach außen übertreten wir ihn etwa durch den fortschreitenden Klimawandel, nach innen müssen wir das soziale Fundament unserer Gesellschaft stärken, um in die Donut-Maße zurückzukehren. Die Donut-Ökonomie wird gerade zur Bewegung, sie rüttelt auf und macht Mut für die Zukunft!

Donut-Ökomie: Das Wirtschaftsmodell einfach erklärt in focus.de

https://praxistipps.focus.de/donut-oekonomie-wirtschaftsmodell-einfach-erklaert_108475

Erschienen ist das Buch “Die Donut-Ökonomie” von Kate Raworth am 12. März 2018. Darin beschreibt die Autorin ein vor ihr entwickeltes Wirtschaftsmodell, das die Probleme des aktuell von Wachstum und Kapitalismus geprägten Systems lösen soll.

  • Der Grundsatz des Modells ist der Donut als Metapher. Das leere Loch in der Mitte des Donuts steht dabei für die Gesellschaft und deren Bedürfnisse, Nahrung, Wasser, Obdach, politische Mitbestimmung.
  • Der äußere Kreis des Donuts versinnbildlicht unsere ökologischen Grenzen: Endliche Ressourcen, Klimawandel, Umweltverschmutzung.
  • Diese Grenzen dürfen nicht überschritten werden, gleichzeitig aber müssen die Bedürfnisse innerhalb des Donuts, also der Gesellschaft, erfüllt werden.
  • Der Grundsatz der Donut-Ökonomie lautet: Weg von dem aktuellen Wirtschaftssystem, das Wachstum, Materialismus und Kapitalismus als Grundsatz hat und keine Rücksicht auf ökonomische Krisen wie den Klimawandel nimmt.
  • Dafür präsentiert die Autorin mehrere Ansätze: Die Ziele der Wirtschaft müssen neu definiert werden. Vor allem die Natur und Ihre Ressourcen müssen mehr in den Fokus rücken.
  • Die Wirtschaft soll nicht mehr als abgekapseltes System betrachtet werden, sondern im Einklang mit der Umwelt.
  • Nach Raworth muss ein Kernpunkt der Wirtschaft angegangen werden. “Das Streben nach Gewinn muss der Verantwortung einen positiven Beitrag zur lebenden Welt zu leisten weichen”.
  • Damit gemeint ist auch eine gerechtere Umverteilung von Ressourcen, die die Schere zwischen arm und reich verringern soll.