Filme im Herbst 2016: „Landraub“ und „Der Bauer und sein Prinz“

Das Unterguggenberger Institut setzt in Kooperation mit dem Tagungshaus Wörgl und der Grünen Bildungswerkstatt Tirol im Herbst 2016 seine Filmreihe fort und widmet sich diesmal dem Schwerpunkt Boden: Am 20. September zeigen wir die Dokumentation „Landraub – Wer das Land besitzt, dem gehört die Zukunft“ von Kurt Langbein und Christian Büser und am 18. Oktober den Film „Der Bauer und sein Prinz“ über die ökologische Farm von Prinz Charles, erstellt vom „Denkmal-Filmer“ Bertram Verhaag. Beginn ist jeweils um 19:30 Uhr im Tagungshaus Wörgl, Brixentalerstraße 5, der Eintritt ist frei. Weiterlesen für weitere Infos zu den Filmen…

„Landraub – Wer das Land besitzt, dem gehört die Zukunft“

Ein Film von Kurt Langbein und Christian Brüser

Termin: Dienstag, 20. September 2016, Beginn 19:30 Uhr, Tagungshaus Wörgl, freier Eintritt

Filmplakat Landraub. Quelle: http://www.landraub.com

Filmplakat Landraub. Quelle: http://www.landraub.com

„Kaufen sie Land. Es wird keines mehr gemacht“  Mark Twain

Ackerland wird immer wertvoller und seltener. Jedes Jahr gehen etwa 12 Millionen Hektar Agrarfläche durch Versiegelung verloren. Nach der Finanzkrise 2008 hat das globale Finanzkapital die Äcker der Welt als Geschäftsfeld entdeckt. Mit dem Landraub wollen die Reichsten der Welt sich Zugriff auf die wichtigste Ressource dieser Welt sichern. Statt Bauern bestimmen dann Profitinteressen über die Böden. Wenn wir den Raubzug nicht verhindern, werden unsere Lebensgrundlagen zerstört.

LANDRAUB portraitiert die Investoren und ihre Opfer. Ihr Selbstbild könnte unterschiedlicher nicht sein. Die einen sprechen von gesundem Wirtschaften, Sicherung der Nahrungsversorgung und Wohlstand für alle. Die anderen erzählen von Vertreibung, Versklavung und vom Verlust der wirtschaftlichen Grundlagen.

LANDRAUB erzählt in großen Bildern von den Folgen. Die Böden werden für GPS-gesteuerte Maschinen im großen Stil eingeebnet, der Verbrauch an Wasser, Chemie und Energie ist in der Agrarindustrie enorm. Für jede eingesetzte Energieeinheit können bei der industriellen Landwirtschaft nur drei Energieeinheiten geerntet werden, bei der kleinbäuerlichen dagegen sieben mal mehr – 23 Energieeinheiten.

LANDRAUB zeigt die Dimensionen. Eine Fläche halb so große wie Europa wurde bereits aufgekauft, die Bauern und indigenen Völker mussten weichen. Statt Nahrung für die Region anzupflanzen, wird im großen Stil für die Märkte der wohlhabenden Länder produziert.

LANDRAUB erzählt, was das mit uns zu tun hat. Es sind Programme der EU, die zu Mega-Plantagen für die Biosprit-Erzeugung und zur Zuckerproduktion führen. Und es sind Entwicklungshilfe-Gelder aus Österreich, mit denen Super-Reiche ihre Investitionen absichern.

LANDRAUB wühlt auf, macht nachdenklich und animiert zum aktiven Tun. Der Widerstand gegen „Landgrabbing“ wird kräftiger und lauter.

Quelle und weitere Info: http://www.landraub.com

 

Der Bauer und sein Prinz

Ein Film von Bertram Verhaag/Denkmalfilm, Kinofilm 80min HD stereo

Termin: Dienstag, 18. Oktober 2016, Beginn 19:30 Uhr, Tagungshaus Wörgl, freier Eintritt

Filmplakat Der Bauer und sein Prinz. Quelle: http://derbauerundseinprinz.de/

Filmplakat Der Bauer und sein Prinz. Quelle: http://derbauerundseinprinz.de/

„Sieht so das Paradies aus? Bertram Verhaag entführt   mit oppulenten poetischen Bildern nach Südengland auf die Ökologische Farm von Prinz Charles.

Der Film zeigt einen Prinzen, der die Vision hat, die Welt ökologisch zu ernähren und die geschundene Natur zu heilen. Dieses Ziel verfolgt er mit seinem charismatischen Farmmanager David Wilson jetzt schon seit 30 Jahren.
Die einmalige Zusammenarbeit der Beiden beweist mit poetisch eindrücklichen Bildern, wie ökologische Landwirtschaft funktioniert und welchen Nutzen und welche Heilkraft von ihr ausgeht. Bertram Verhaag beobachtete die beiden Visionäre mehr als fünf Jahre durch alle Jahreszeiten hindurch. Der Prinz of Wales fühlte sich dem ökologisch nachhaltigen Gedanken schon  vor mehr als 30 Jahren verbunden – ihm war klar, dass man nur mit praktischen Beispielen Bauern überzeugen kann, Land im Einklang mit der Natur und ohne Gifte zu bewirtschaften. Das ist den Beiden eindrücklich gelungen und Bauern aus ganz Britannien pilgern zur Duchy Home Farm und holen sich dort den Mut und das Wissen, ihre eigene Landwirtschaft umzustellen. Prinz Charles erscheint in einem gänzlich ungewohnten Licht, das den Zuschauer zwingt, viele Vorurteile gegenüber ihm und der ökologischen Landwirtschaft über Bord zu werfen.

Quelle und weitere Info: http://derbauerundseinprinz.de/