System-Wandel, nicht Klimawandel…

Eine Initiativgruppe, bestehend aus Finance & Trade Watch, Attac, Dreikönigsaktion – Hilfswerk der katholischen Jungschar, FIAN, Alternatiba, ÖBV-Vía Campesina, hat im Frühjahr 2015 damit begonnen, in Österreich mit dem von der globalen Klimagerechtigkeitsbewegung verwendeten Motto „System Change, not Climate Change!“ zu arbeiten.

Der Klimawandel ist kein abgetrenntes Umweltproblem, sondern eine Krise, die eng mit Wirtschaft und gesellschaftlichen Lebensweisen zusammenhängt – und dass in sämtlichen Bereichen, von Landwirtschaft über Energie bis hin zu Verkehr und Arbeit, sozial-ökologische Veränderungen sind notwendig.

In einem Positionspapier sind 12 Schritte gegen Klimawandel und für Klimagerechtigkeit zusammengefasst. Einer davon betrifft die Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe, wozu auch regional gültige Komplementärwährungen beitragen können. Das gesamte Positionspapier online: Positionspapier system change, not climate change

“Wir wollen vor, aber insbesondere auch nach der COP21 – der wichtigsten Klimakonferenz seit mehreren Jahren – auf die Notwendigkeit eines grundlegenden gesellschaftlichen Wandels hinweisen und echte Lösungen in die öffentlichen Debatten bringen. U. a. müssen auch die regionalen Wirtschaftskreisläufe zentrales Element in der Diskussion um die Klimakrise sein”, teilt Angelika Kolb von “Südwind” mit und lädt ein, mitzumachen: “Am 28. und 29. November, den internationalen Aktionstagen zur COP21, wird es auch in Wien und Graz öffentliche Protest-Aktionen (Climate March) geben, an denen ihr euch gerne auf unterschiedlichste Art beteiligen könnt.”

Anfang nächsten Jahres wird im Rahmen von „System Change not Climate Change!“ eine ReferentInnenschulung stattfinden. Dort werden MultiplikatorInnen ausgebildet, die die Anliegen anhand der 12 Punkte des Positionspapiers in die österreichische Gesellschaft tragen sollen. Anmeldungen potentieller ReferentInnen werden noch gerne angenommen.

Zudem findet dieses Wintersemester in Zusammenarbeit mit der BOKU und der Uni Wien die Veranstaltungsreihe „Klimapolitik in der Sackgasse“ statt, die auch öffentlich zugänglich ist. Und die „System Change not Climate Change“-Broschüre, mit spannenden Diskussionsbeiträgen von Wissenschaftler*innen und Aktivist*innen zu Klimapolitik und Klimawandel, ist online und in gedruckter Form erhältlich.Informationen und aktuelle Termine finden sich auf: http://systemchange-not-climatechange.at/